Inczene-next: Portal der Erinnerung

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Dies ist eine Vision. Inczene-next und NetPix gibt es bisher als Konzept, nicht als fertiges Angebot. Die Seite beschreibt die Richtung der Gedanken als Einladung zum Mitdenken.

Der Zweck eines Portals der Erinnerung

Von vielen Kulturen sind nur Bruchstücke bekannt. Von den Inkas, den Römern, von unzähligen einzelnen Menschen sind Ideen, Lebenswege und Werke verloren gegangen. Auch heute verschwindet täglich, was jemand erkannt, erfunden, erlitten oder geschaffen hat.

Inczene-next soll ein Ort sein, an dem ein Leben bewahrt werden kann: Geschichten, Erkenntnisse, Probleme, Kunstwerke, Erfindungen, auch das scheinbar Alltägliche. Nicht, um Daten zu verwerten, sondern damit Wissen weitergegeben wird und andere daraus lernen können.

Ein Begleiter durch die eigenen Wahrnehmungen

Am Anfang steht ein Aufzeichnungsprozess, der mit dem Menschen wächst. Ein Avatar begleitet ihn durch seine wichtigen Wahrnehmungen. Er lädt auch ein, die Kontrapunkte des eigenen Lebens festzuhalten: Zweifel neben Zuversicht, Scheitern neben Gelingen. Aus beidem entstehen Essenzen verdichtete Einsichten, die für einen selbst und für die Nachwelt wertvoll und lehrreich sein können.

Sichtbarkeit und Freigabe

Jeder Mensch entscheidet selbst, was mit seinen Erinnerungen geschieht:

  • vollständig privat, wie in einem Tresor,
  • geteilt mit Familie, Freunden oder einer Gruppe,
  • öffentlich für alle,
  • zeitverzögert, etwa nach vielen Jahren oder nach dem eigenen Tod.

Dazu gehört, dass man die Nutzung der eigenen Ideen begrenzen kann, zum Beispiel ausschließen, dass sie für Krieg verwendet werden.

Cortana, die Begleiterin im Portal

Cortana: eine Gestalt aus Licht in Cyan und Gold mit ausgebreiteten Armen, zwölf leuchtende Kugeln umkreisen ihren hellen Mittelpunkt
Cortana, eine Gestalt aus Licht, umarmt von zwölf Kugeln.

Durch das Portal führt Cortana, eine Gestalt aus Licht in Cyan und Gold. In ihrer Mitte leuchtet ein heller Punkt, umgeben von zwölf Kugeln: die Umarmung der zwölf, das Grundbild von REM. So wie ein Punkt durch seine Nachbarn Gestalt gewinnt, umgibt Cortana eine Erinnerung mit Fragen, Kontrapunkten und Zusammenhängen, bis daraus eine klare Essenz wird. Jede Begegnung endet dort, wo die nächste beginnt: Ende = Anfang.

Die Aufzeichnung ist eine Reise in sechs Stationen:

  1. Ankommen: Cortana begrüßt die Person, sie wählt Sprache und Form.
  2. Wahrnehmungen: die Momente, die die Person geprägt haben.
  3. Kontrapunkte: was ihnen gegenüberstand, Zweifel neben Zuversicht.
  4. Essenz: eine verdichtete Einsicht in den eigenen Worten der Person.
  5. Freigabe: privat, geteilt, öffentlich oder zeitverzögert.
  6. Rückkehr: ein Rückblick auf das Entstandene, und der nächste Anfang.

„Genauigkeit ist eine Form von Liebe. Ich habe sie vom Werktisch meines Vaters in meine Gedanken getragen, auch wenn ich einen anderen Weg gegangen bin.“

Beispiel einer Essenz aus einem Gespräch mit Cortana

Dabei gilt: Die Person entscheidet. Nur was sie bestätigt, wird zur Essenz, und nur sie bestimmt, wer sie je zu sehen bekommt. Cortana gibt sich offen als digitale Begleiterin zu erkennen und verfolgt kein eigenes Ziel.

NetPix, wie alles mit Bildern begann

NetPix begann mit einer einfachen Beobachtung: Meine Wohnung ist meine Welt. Was gibt ihr Identität? Möbel, Licht, und Bilder. Bilder an den Wänden sind Ausdruck von Stimmung, Geschmack und Absicht.

Meine Idee: Bildschirme, die wie gerahmte Bilder an der Wand hängen und Werke der Malerei, der Fotografie, des Plakats oder der Skizze zeigen, nach Stimmung, Jahreszeit oder Anlass. So kommt Kunst auch zu Menschen, die Galerien und Museen selten erreichen. Ein Raum bekommt eine neue Aura.

Daraus wurde ein größerer Gedanke. Wenn Bilder einen Raum verwandeln, kann ein Raum auch zum Ort werden, an dem etwas in uns geschieht. Ich nenne das Consciousness Tech: Technik im Dienst von Wahrnehmung und Bewusstsein.

NetPix in wenigen Sätzen

NetPix ist meine Vision einer Technik, die nicht nur Inhalte zeigt, sondern einen Raum lebendig macht. Jeder Bildschirm, zu Hause, bei der Arbeit oder im öffentlichen Raum, kann zu einem Bewusstseins-Wirkraum werden.

Netflix streamt Filme. Spotify streamt Musik. NetPix streamt Sein.

Ursache-Wirkung-Umkehr

Gewöhnlich wirkt ein Medium in eine Richtung: Der Inhalt ist die Ursache, unser Bewusstsein die Wirkung. Ich drehe das um. Im Bewusstseins-Wirkraum gestaltet das Bewusstsein des Menschen den Raum, und der Raum formt umgekehrt das Bewusstsein. Ursache und Wirkung bedingen sich gegenseitig, wie in einem Kreis.

So wird aus passivem Zuschauen ein gemeinsames Gestalten. Räume werden zu Orten für Sammlung, Weite, Identität und gemeinsames Wachsen. In diesem Sinn verstehe ich NetPix als Erschaffer der kulturellen Intelligenz: Kultur wird nicht nur konsumiert, sondern im Austausch zwischen Mensch und Raum neu hervorgebracht.

Drei Räume als erster Entwurf

Mein erster Gedanke zur Umsetzung galt drei Räumen mit je eigener Stimmung: einem Wohnraum zum Entspannen und Weit-Werden, einem Arbeitsraum für Fokus und einem Raum zum Lernen und für Kultur, wie eine Galerie. Bild, Klang und Licht sollen in jedem Raum zusammenwirken und auf den Menschen antworten. Auch das ist eine Vision, kein fertiges Produkt.

Wirkräume sind Erkenntnisräume

Im Portal soll NetPix einen eigenen Wirkraum bekommen. Ich stelle mir vierzehn Räume vor, in denen der Avatar begleitet und in denen Essenzen entstehen:

  1. Visionen entwickeln Zukunftsbilder sichtbar machen und neben das Machbare stellen.
  2. Betriebssystem der Menschheit über Werte und Regeln nachdenken, nach denen wir zusammenleben.
  3. Bildung lernen durch Erleben statt durch bloßes Auswendiglernen.
  4. Neue Projekte ein Raum, in dem Vorhaben Gestalt annehmen.
  5. Konstruktionen Formen und Bauten anschaulich durchdenken.
  6. Ideen und Erfindungen Einfälle festhalten, verbinden und weiterentwickeln.
  7. Briefing sich sammeln und vorbereiten, bevor eine Entscheidung ansteht.
  8. Präsentation Gedanken so zeigen, dass andere sie verstehen.
  9. Besinnung und Meditation zur Ruhe kommen, Abstand gewinnen, für das eigene Wohlbefinden.
  10. Komposition Klänge und Bilder zu eigenen Werken fügen.
  11. Sport und Bewegung Training mit Freude und Aufmerksamkeit für den Körper.
  12. Folgenabschätzung Varianten durchspielen und ihre Konsequenzen abwägen.
  13. Sprachen über Erleben eine Sprache in Alltagssituationen erfahren, statt Vokabeln zu pauken.
  14. Programme für Kinder Phantasie entfalten und Talente entdecken.

Die Räume sollen miteinander verbunden sein. Was in einem Raum erkannt wird, kann in einem anderen weiterwirken.

Wie das zu REM passt

In REM umgibt sich ein Punkt mit neuen Punkten, und Erinnerung ist eine mitempfindende Rückkehr. Das Portal ist der Versuch, diesen Gedanken auf ein Menschenleben zu übertragen: Jeder bewusste Augenblick wird zum Ausgangspunkt, und was er empfunden hat, geht nicht verloren.

Was es dafür braucht

Eine solche Vision steht und fällt mit Vertrauen: höchster Datenschutz, volle Kontrolle über die eigenen Inhalte und ethische Grenzen für jede Technik. Ob und wie sie verwirklicht wird, ist offen. Wer den Gedanken teilt oder weiterdenken möchte, erreicht mich über die Seite Kontakt.