Der Punkt

Am Anfang stand ein kurzer Text. Peter Riepe hat ihn am 9. Januar 2026 auf LinkedIn veröffentlicht, unter dem schlichten Titel „Der Punkt“. Er ist der dokumentierte Ausgangspunkt seiner späteren Arbeiten: In wenigen Sätzen enthält er schon die Umarmung, die Gleichzeitigkeit und das Weltgedächtnis. Deshalb steht er hier am Anfang.

Zwölf durchscheinende Kugeln umgeben eine zentrale Kugel
Sinnbild der Rekursion: eine Kugel, umarmt von zwölf Nachbarn (Grafik: Peter Riepe).

Der Punkt

Die möglichen Folgen dieser neuen Theorie sind noch nicht absehbar. Emergente Punkte sind eine neue Deutung des Aufbaus des Universums beziehungsweise des Multiversums. Dimensionen bekommen eine neue Bedeutung. Die sich wiederholende Umarmung ist ein Prozess, der gewissermaßen unendlich viele Realitäten schafft. Dieser neue Raum der unendlichen Möglichkeiten hat den Charme, nicht nur unsere dreidimensionale Realität abzubilden, sondern auch die unendlich vielen Optionen beziehungsweise Wahrscheinlichkeiten. Der Zeitstrahl in der bisher von uns gedachten linearen Form existiert nicht. Zeit ist ein immanent bestehender Zustand, der nur durch unsere augenblicksbezogene Betrachtung existiert. Die Umarmung der Punkte bildet jedes Bild von Realität ab. Durch ihre ständige Erweiterung ist sie wie eine Zwischenablage für alles Geschehene und Ungeschehene. Bewusstheit schaltet unausweichliche Muster von Handlungsoptionen. Nichtrealisiertes bleibt als Erinnerung und »Gedachtes« im unendlichen Raum der Möglichkeiten. Das Weltgedächtnis kann jederzeit darauf zugreifen. Bei Überschreitung der Dimensionsgrenze bei den stattfindenden Umarmungen passieren Parallelitäten, Rückkopplungen, Flangingeffekte, und das stimuliert diese Struktur und schafft Intelligenz mit all ihren allumfassenden Auswirkungen. Die Mathematik in diesem Umfeld ist nur die Sprache und Geste.

Peter Riepe, 9. Januar 2026

Wiedergegeben in orthografisch und behutsam grammatisch geglätteter Lesefassung.

Wo der Punkt weiterlebt

  • Die Umarmung: Ein Punkt umgibt sich mit neuen Punkten, wieder und wieder. Dieser Gedanke ist ausgearbeitet in der rekursiven Punktregel REM-∞.
  • Zeit als Zustand: Kein linearer Zeitstrahl, sondern Gleichzeitigkeit, die das Bewusstsein Augenblick für Augenblick abtastet. Davon spricht das REM-Manifest.
  • Das Weltgedächtnis: Nichtrealisiertes bleibt als Erinnerung erhalten. Davon erzählt der Ring der Erinnerung.
  • Mathematik als Sprache und Geste: Mathematik, die Bedeutung trägt, statt nur Zahlen zu erzeugen. Das ist das Anliegen der Empathischen Mathematik.